Buchladen Le Sabot


Unser Laden ist ein Kollektivbuchladen, das heißt, alle Entscheidungen werden basisdemokratisch und gleichberechtigt getroffen.

Unser Anspruch ist es, die Inhalte linker Politik nach außen zu tragen und gleichzeitig ein bisschen Licht in den grauen Alltag zu bringen. Unser Angebot sollte eine Analyse der politischen Verhältnisse ermöglichen und Handlungsmöglichkeiten zur Veränderung anbieten.

Regelmäßig finden politische und literarische Veranstaltungen statt, bei denen der Eintritt grundsätzlich frei ist.


Weitere Informationen gibt es auf:
http://lesabot.de/le_sabot.php



Treffen:

Öffnungszeiten:
10:00 - 18:30, Montag bis Freitag
10:00 - 16:00, Samstag
Breite Str. 76, 53111 Bonn


Webseite: lesabot.de
Kontaktperson: Alle Mitglieder des Kollektivs.
Email: buchladen@lesabot.de


Kulturell & Gesellig

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15.07.2016 20:00 - 15.07.2016 23:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Zwei MenschenrechtsaktivistInnen aus Kolumbien stellen Texte politischer Gefangener vor.
Buchladen Le Sabot Politisch
Die Autor*innen des Buches sind politische Gefangene in kolumbianischen Knästen. Sie sind Frauen und Männer, die heute aus politischen Gründen und Motiven im Kontext eines über 50-jährigen sozialen und bewaffneten Konflikts in Kolumbien ihrer Freiheit beraubt sind. Die Texte, die sie während ihres Knastaufenthaltes verfasst haben, erzählen von den harten Tagen im Freiheitsentzug, von Gründen und Träumen, die sie überzeugt und geleitet haben, sich dem bewaffneten Kampf anzuschließen, um dem Terror des Staates mit Widerstand zu begegnen. Die Veranstaltung ist in deutscher und spanischer Sprache.
02.09.2016 20:00 - 02.09.2016 22:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn (www.lesabot.de)
Hommage an Karl Valentin & Liesl Karlstadt dargeboten durch Deutschlands bekanntesten Straßenmusiker & seine Tochter
Buchladen Le Sabot Kulturell & Gesellig
Klaus der Geiger ist auch mit 76 Jahren immer noch der berühmteste Straßen­musiker in Deutschland, bekannt von unzähligen Demonstrationen und Aktionen der radikalen Linken und nicht zuletzt durch zwei großartige Auftritte im Le Sabot in Bonn. Aller guten Dinge sind drei: Erneut tritt Klaus in unserem Lieblingsbuchladen auf. Damit es nicht langweilig wird, kommt diesmal Antje von Wrochem mit, Schau­spielerin, Musikerin und die Tochter vom Klaus. Zusammen bringen sie eine Hom­mage an die anarchistische Seelenverwandtschaft auf die Sofa-Bühne des Le Sabot. Karl Valentin & Liesl Karlstadt feiern fröhliche Auferstehung, witzeln gegen den grauen Alltag, zaubern mit der Geige und vergessen, oh Wunder, auch nicht, den neuesten Mist des Gesamtsystems durch den Kakao zu ziehen. Wir wünschen uns und allen Gästen viel Spaß und einen wunderbaren Abend bei wie immer freiem Eintritt. Veranstaltet vom Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V. und vom AK für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn
24.10.2016 20:00 - 24.10.2016 23:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Der Vortrag beleuchtet die wichtigsten Kräfte der äußersten Rechten in Europa, ihre historischen Hintergründe und ihre aktuellen politischen Strategien.
Buchladen Le Sabot Politisch
In mehreren europäischen Staaten haben Kräfte der äußersten Rechten eine bislang beispiellose Stärke erreicht. Seien es die Freiheitliche Partei Österreichs, der französische Front National, die Partij voor de Vrijheid des Niederländers Geert Wilders oder die Dansk Folkeparti - alle erzielen sie bei Wahlen und bei Wahlumfragen Zustimmungswerte, die sie in ihren jeweiligen Staaten unter den erfolgreichsten Parteien verorten. In Ungarn lag mit Jobbik eine Zeitlang sogar eine NPD-nahe Partei in Umfragen auf Platz eins. In weiteren europäischen Staaten sind Kräfte der extremen Rechten zwar nicht ganz vorn dabei, aber dennoch von Bedeutung. Der Vortrag beleuchtet die wichtigsten Kräfte der äußersten Rechten in Europa, ihre historischen Hintergründe, die oft in der NS-Kollaboration liegen, und ihre aktuellen politischen Strategien. Jörg Kronauer, geboren 1968, lebt in London. Er ist Soziologe und freier Journalist mit den Schwerpunkten Neofaschismus und deutsche Außenpolitik. Veranstaltet vom Verein zur Förderung internationaler Kultur & Politik e.V. zusammen mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland, der Antifa Bonn/Rhein-Sieg und vom AK für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn. Der Eintritt ist frei.
17.11.2016 20:00 - 17.11.2016 23:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges
Buchladen Le Sabot Politisch
Am 19. Juni 1953 wurden Ethel und Julius Rosenberg in New York auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Das Gericht hatte sie wegen Atomspionage für die Sowjetunion verurteilt. Der Fall erregte zu dieser Zeit weltweit Aufsehen. Viele Linke sahen in dem Ehepaar unschuldige Opfer des entfesselten Antikommunismus, der die McCarthy-Ära in den USA zu Beginn des Kalten Krieges prägte. Doch die Stimmung gegen die Rosenbergs und die beiden Mitangeklagten wurde auch durch antisemitische Vorstellungen über „jüdische Verräter“ angeheizt. Zugleich zeigt die Darstellung der beiden in den Medien, dass das Ehepaar Rosenberg als Gegenbild zu den herrschenden Geschlechterbildern entworfen wurde. Der Prozess wirft bis heute grundlegende Fragen auf. Das Buch erinnert an das Gerichtsverfahren, betrachtet seine Rezeption in Literatur und Film und zeichnet die Verschränkung von antikommunistischen, antisemitischen und sexistischen Vorstellungen nach.
23.11.2016 19:00 - 23.11.2016 23:00, Kult 41, Hochstadenring 41, Bonn
Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano liest aus ihren Erinnerungen und gibt anschließend ein Konzert mit ihrem Sohn Joram und der Kölner Hip-Hop-Band Microphone Mafia.
Buchladen Le Sabot Politisch
"Wir müssen immer dafür sorgen, dass die Leute nicht vergessen, was damals geschah. Dafür haben wir bestimmte Lieder, aber wir wollen das auch vermischen. Auch was heute passiert, kommt bei uns zur Sprache - zum Beispiel was wir jetzt sehen mit den Flüchtlingen. Weil jeder von uns eine bestimmte Vergangenheit hat - auch die Rapper haben ja eine Vergangenheit, in der sie den Rassismus am eigenen Leib gespürt haben - harmonieren wir sehr gut... Zu unserem Programm gehört auch, dass ich eine Lesung mache und nach der Lesung wird das dann alles ein bisschen gelockert. Wir wollen nicht, dass die Menschen gedrückt aus dem Abend kommen, sondern wir wollen, dass sie selbst dazu kommen, etwas zu tun." (Esther Bejarano 2016)
03.12.2016 17:00 - 03.12.2016 19:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Die Bonner Lesebühne für komische Literatur mit Christian Bartel und Olaf Guercke bei freiem Eintritt im Rahmen der „27-Jahre-Buchladen-Le-Sabot-Feier“
Buchladen Le Sabot Kulturell & Gesellig
Christian Bartel und Olaf Guercke sind zusammen die bärtigere Hälfte der Bonner Lesebühne für komische Literatur "Ferkel im Wind". Wenn sie zu zweit auftreten, wechseln sie sich mit ihren Vortägen ab, werden jedoch zwischendurch bisweilen auch zum Singer/Songwriter-Duo, wobei Guercke den Gesang und Bartel das diffizile Bedienen der Instrumente übernimmt. Andersrum wär's sehr viel weniger schön. Während Guercke zuletzt mit Gedichten, Sprechgesängen und Hardboiled-Krimis aus der Insektenwelt ("Die Abenteuer der Biene Meyer") von sich Re­den gemacht hat ist zu Bartel folgendes zu sagen: Unter dem Pflaster liegt zwar nicht immer der Strand, aber unter dem hauchdünnen Firnis der Zivili­sation brodelt stets der Irrsinn. Man muss ihn nur herauskitzeln. Und genau das tut Christian Bartel mit seinen pointendichten und urkomischen Ge­schichten, die mitunter alltäglich beginnen, um dann unvermutet gen Wahn­sinn abzubiegen, bis sie in seltsam vertrauten, aber dennoch fremden Paral­leluniversen enden. Christian Bartel war Einzelvizemeister im Poetry Slam, Herausgeber der Zeitschrift "Exot" und schreibt gern Satiren. Am wohlsten aber fühlt er sich als Erzähler. Nicht zu unrecht, wie sogar Hans Mentz (Tita­nic, Humorkritik) befindet: "Er formuliert erstens gut, ist zweitens glaubwür­dig und drittens fast ein Weiser".
12.01.2017 20:00 - 12.01.2017 22:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
In seinem neuen Roman gewährt Anselm Neft einen tiefen Einblick in fundamentalistisches Denken und den radikalen Kern des Christentums. Brisanter Stoff und exzellente Prosa.
Buchladen Le Sabot Kulturell & Gesellig
Aussteigerroman, radikale Reflexion und verstörende Familiengeschichte: »Vom Licht« ist eine literarische Herausforderung, die lange nachwirkt. In seinem neuen Roman gewährt Anselm Neft einen tiefen Einblick in fundamentalistisches Denken und den radikalen Kern des Christentums. Brisanter Stoff und exzellente Prosa. Adam ist 21 und ganz allein. In der Dachkammer eines entlegenen und verwilderten Selbstversorgerhofes im österreichischen Voralpenland schreibt er über sein bisheriges Leben: das abgeschottete Landleben ohne Schulbesuch, die religiöse Heimerziehung durch seine Zieheltern und seine innig geliebte, drei Jahre ältere Stiefschwester Manda. Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was mit seiner Familie geschehen ist, wie er der wurde, der er ist, und was er tun kann, um trotzdem weiterzuleben. Anselm Neft schrieb bereits Hunderte von Satiren, Nachrufen, Kolumnen, Kurzgeschichten und Essays unter anderem für taz, Tagesspiegel, Welt, Titanic, Eulenspiegel, Das Magazin und Christ & Welt. Er studierte vergleichende Religionswissenschaften, schrieb seine Abschlussarbeit über zeitgenössischen Satanismus und legt mit »Vom Licht« nach »Hell« seinen zweiten Roman bei Satyr vor. Weitere Veröffentlichungen: »Die Lebern der Anderen« (Ullstein: 2010) und »Helden in Schnabelschuhen« (Knaus: 2014). Neft lebt in Hamburg, schreibt an seinem nächsten Roman und tritt monatlich mit der Lesebühne »Liebe für alle« auf. Veranstaltet vom Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V. und vom AK für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn. Eintritt frei.
16.02.2017 20:00 - 16.02.2017 23:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, 53111 Bonn
Ein Buch über Werke und Aktionen aus 30 Jahren - Vorgestellt von Bernd Langer
Buchladen Le Sabot Kulturell & Gesellig Politisch
In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt. Ideengeschichtlich bezieht sich KuK auf die Renaissance, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt und Religion und Hierarchien infrage stellt. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei der deutsche Bauernkrieg. Wesentlichen Raum nimmt außerdem die Auseinandersetzung mit den sich als avantgardistisch verstehenden Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts ein. Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen. Veranstalter: Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V. und der AK für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn. Eintritt frei.
12.05.2017 19:30 - 12.05.2017 22:30, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Besonderes Augenmerk gilt im Vortrag dem rechtlichen Status der Geflüchteten sowie der speziellen Situation von ethnisch-religiösen Minderheiten, Frauen und nicht-heterosexuellen Menschen.
Buchladen Le Sabot Politisch
Die Türkei beherbergt die größte Anzahl aus Syrien Geflüchteter weltweit. Zurzeit sollen es knapp 3 Millionen sein. Nicht alle wollen nach Europa: Manche arbeiten und leben in der Türkei, andere hoffen, sobald wie möglich nach Syrien zurückkehren zu können. Die türkische Regierung versucht zugleich, die Geflüchteten für ihre innen- wie außenpolitische Ziele zu benutzen. Eine Perspektive, wie das Zusammenleben auf lange Sicht funktionieren soll, haben zurzeit weder der Staat noch die Zivilgesellschaft. Zudem leiden unter der verflachten Wahrnehmung, man habe es mit einer homogenen Gruppe ›Syrer‹ zu tun, nicht nur die vielfältigen ethnischen und religiösen Gruppen Syriens, sondern auch die Geflüchteten aus anderen Ländern wie dem Irak, Afghanistan, Iran, Nigeria und Äthiopien. Besonderes Augenmerk gilt im Vortrag den lokalen Initiativen, dem rechtlichen Status der Geflüchteten sowie der speziellen Situation von ethnisch-religiösen Minderheiten, Frauen und nicht-heterosexuellen Menschen.
27.06.2017 20:00 - 27.06.2017 23:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Analyse einer Verschwörungsideologie mit deutscher Spezifik - Vortrag von Jan Rathje von der Amadeu Antonio Stiftung
Buchladen Le Sabot Politisch
Die Bundesrepublik: illegitim. Das Deutsche Reich: existiert noch. "Reichsbürger" lehnen alles ab, was mit dem nicht akzeptierten Staat zu tun hat, statten sich mit eigenen Personalpapieren aus oder gründen gar Scheinstaaten. Was sich nach kruder Spinnerei anhört, ist alles andere als harmlos. Zwar ist nicht jeder "Reichsbürger" gleich ein Neonazi. Doch existiert eine gefährliche Verbindung zwischen Reichsideologie und Rechtsextremismus. Morddrohungen sowie Sprengstoff- und Waffenfunde zeigen die Gewaltbereitschaft dieser besonderen verschwörungsideologischen Szene. Jan Rathje ist Projektleiter von "No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien" der Amadeu Antonio Stiftung. Er studierte in Potsdam und Greifswald mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus und Politische Theorie. Von 2013 bis 2014 war er in der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus tätig. In dieser Funktion leitete er Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Jugendliche im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Für die Amadeu Antonio Stiftung verfasste er 2014 die Broschüre „‚Wir sind wieder da‘. Die ‚Reichsbürger‘: Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien“ (http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/reichsbuerger_web.pdf).